Wer macht, gewinnt: Hier sind alle Sieger

Eine geballte Ladung junges Engagement gab es am 9. April im Guggenheim Liestal. Total 17 Teams präsentierten am Final des achten Jugendprojektwettbewerbs Basellandschaft ihre Ideen. Zu gewinnen gab es Preisgelder von total 5‘000 Franken. Der Sieg geht dieses Jahr an ein junges Filmteam, das sich für Genderfluidität stark macht.

Konzentriert im Pitch: Das Team von maintenir.ch stellt ihr Anliegen vor. © Raphael Hünerfauth Für regionale Musiker: In den Hardwood Studios sollen professionelle Aufnahmen auf Spendenbasis möglich sein. © Raphael Hünerfauth Freuen sich über zweiten Platz: Das Projektteam der Hardwood Studios. © Raphael Hünerfauth Hier sind alle Sieger*innen: Wer sich engagiert, gewinnt - nicht nur beim Jugendprojektwettbewerb. © Raphael Hünerfauth Projekt mit Ansage: Der Kurzfilm Flüssiges Wasser will über Genderfluidität aufklären - und gewinnt dafür den ersten Preis. © Raphael Hünerfauth Band übernimmt: Masterplan19 sorgen für Stimmung in der Pause. © Raphael Hünerfauth Glückliche Juroren: Die Jury freut sich über die vielfältigen Projekteingaben. © Raphael Hünerfauth Führten durch einen erfolgreichen Abend: Moderator Daniel Oppliger und Projektleiterin Olivia Borer. © Raphael Hünerfauth Verdienter Applaus: Der Moderator und die Jury klatschen für die Jugendlichen. © Raphael Hünerfauth So strahlen Sieger: Diese drei Teams wurden von der Jury ausgezeichnet. © Raphael Hünerfauth Fragerunde: Jedes Team stellt sich nach der Präsentation den Fragen der Jury. © Raphael Hünerfauth Drei Minuten: In 180 Sekunden erklären die Teams ihr Anliegen. © Raphael Hünerfauth Ehrenrunde: Die Siegerteams bedanken sich. © Raphael Hünerfauth Hände hoch für Engagement: Die Teilnehmenden verabschieden sich vom Publikum. © Raphael Hünerfauth Sieger der Herzen: Die Schwiizer Kiddies erhalten den Publikumspreis. © Raphael Hünerfauth Volles Haus: Die Arena im Guggenheim war fast bis auf den letzten Platz besetzt. © Raphael Hünerfauth Moderator Daniel Oppliger begrüsst die Gäste im Guggenheim Liestal. Die Jury stellt sich vor: Manuel Guntern, Fabienne Plattner, Sarah Stöckli, Regula Nebiker, David Stalder. Michel und Mutasem aus Oberwil haben eine Sportnight organisiert, um Spenden zu sammeln. Ein Muttenzer Gymnasiast hat untersucht, wie die Implantation einer Aortenklappe funktioniert. Die Schwiizer Kiddies - die jüngsten Teilnehmenden - kommen auf die Bühne. Die Pfadi Münchenstein im Fokus: Die Abteilung berichtet über ihr Jubiläumsjahr. Tauschen statt kaufen, dazu animieren die Organisatorinnen der Kleidertauschbörse Liestal. Vertreter der Jungschar Aesch präsentieren ihr Projekt der Vereinslokal-Renovation. © Raphael Hünerfauth Lachen für die Kamera: Die Mädels der Kleidertauschbörse freuen sich über ihren dritten Platz. Ein Danke an Jury und Publikum: Die Jungs der Hardwood Studios nehmen den zweiten Preis entgegen. Die Jury erklärt, wie sie vorgeht. So strahlen Gewinner. Voller Einsatz: Die Schwiizer Kiddies gewinnen mit ihrer Präsentation den Publikumspreis. Sandro erklärt, wie er auf Gläsern ein Musikcover eingespielt hat. © Raphael Hünerfauth Damian hat Holzengel produziert und mit dem Erlös die Theodora Stiftung unterstützt. © Raphael Hünerfauth Timo erklärt wie es mit der Projektidee zur Graffiti School weitergehen soll. © Raphael Hünerfauth Daniel Oppliger gibt einen Überblick über das Projekt Campbook HeLa. © Raphael Hünerfauth Olivia Borer, Organisatorin des Finals, freut sich über den gelungenen Abend. © Raphael Hünerfauth Das Projekt Champions Husi & Sport stellt sich vor. © Raphael Hünerfauth Die Band Masterplan19 spielt in der Pause. © Raphael Hünerfauth Nicolas und Adrian präsentieren ihren Kurzfilm The Getaway. © Raphael Hünerfauth Damian erzählt von seiner Idee durch Engel ein Lachen für Kinder zu verbreiten. © Raphael Hünerfauth Im Einsatz für seine Tochter: Der Vater von Paula präsentiert ihr selbstgebautes Surfbrett aus Holz. © Raphael Hünerfauth Die Pfadi Münchenstein erklärt, was sie zum 50-Jahr-Jubiläum ihrer Abteilung alles gemacht hat. Die Jugendwoche Dornach stellt sich vor. © Raphael Hünerfauth Celeste von Flüssiges Wasser freut sich über den ersten Platz. © Raphael Hünerfauth Schau mir in die Augen: Daniel Oppliger fordert das Publikum zu einer Auflockerungsrunde auf. © Raphael Hünerfauth

"Wir haben was zu sagen", so das Versprechen des sechsköpfigen Teams hinter dem Kurzfilm "Flüssiges Wasser". Dass dies nicht einfach eine leere Floskel ist, beweisen die Jungfilmer in ihrem Werk, aber auch mit ihrer Präsentation am Final des Jugendprojektwettbewerbs Baselland. Die Truppe überzeugt damit die Jury - und gewinnt den ersten Preis der diesjährigen Wettbewerbsausgabe.

Mit einer klaren Botschaft überzeugen

Rund 17 Projekte wurden eingereicht für die achte Durchführung. So viele wie noch nie. Aus allen Ecken des Kantons machten Jugendliche mit ihren Ideen mit. Und hofften am 9. April im Guggenheim auf den Sieg. Jedes Team hatte drei Minuten Zeit, um sein Anliegen vor der Jury und dem Publikum zu präsentieren. 180 Sekunden, um zu überzeugen. Das ist nicht viel.

Dem Team von "Flüssiges Wasser" ist es gelungen. Der Film nimmt die Thematik Genderfluidität auf. Ein Thema, das selbst in der LGBT-Szene noch zu wenig Gehör findet, wie die Jugendlichen erklären. Der Beitrag hat aber nicht nur eine klare Message. Er ist mit wenigen Mitteln und Menschen auch noch gut gemacht. Das Preisgeld von 2500 Franken soll die Gruppe unterstützen bei der Aufklärungsarbeit.  

Auch überzeugen konnte die Gruppe junger Musiker rund um das Projekt Hardwood Studios. Die jungen Männer wollen Nachwuchskünstlern in der Region die Möglichkeit bieten, kostenlos oder auf Spendenbasis ein professionelles Studio zu nutzen. Die Jury belohnt dieses Vorhaben mit 1500 Franken. Auch das Team auf Platz drei konnte mit einer klaren Botschaft überzeugen: Die Mädels der Kleidertauschbörse Liestal setzen sich für nachhaltigen Konsum ein. Und dies mit viel Freude. Der Jury ist dies Einsatz 750 Franken wert.

Alle gewinnen

Natürlich hatte auch das Publikum eine Stimme. Sieger der Herzen sind die Schwiizer Kiddies, eine junge Mundart-Band. Sie erhalten den Publikumspreis und somit 250 Franken Preisgeld. Applaus gab es an dem Finalabend aber auch für alle anderen Teilnehmenden. Denn auch der Jugendprojektwettbewerb hat eine Botschaft: Wer macht, gewinnt. Immer. Mit dem Wettbewerb wollen der Kanton Basellandschaft und infoklick.ch, Kinder- und Jugendförderung Schweiz all denen eine Plattform bieten, die sich in ihrer Freizeit für etwas einsetzen. Die Organisatoren und Jury freut es, dass dies immer mehr sind: In den 17 Finalprojekten waren rund 120 Jugendliche aktiv. Die Teilnehmenden waren selbst beeindruckt von der Themenvielfalt. So meinten die Zweitplatzierten: „Wir haben ein schlechtes Gewissen - alle Projekte hätten einen Preis verdient.“ 

Dementsprechend schwierig war auch die Aufgabe der Jury. Diese setzte sich zusammen aus Manuel Guntern, aka LAFA, Gewinner des letztjährigen Jugendprojektwettbewerbs Baselland; Regula Nebiker, Stadträtin von Liestal; David Stalder, Amt für Kind, Jugend und Behindertenangebote Baselland; Sarah Stöckli, Kind Jugend Familie KJF Laufen und Fabienne Plattner, Kinder- und Jugendbeauftragte Binningen. Souverän durch den Abend führte Moderator Daniel Oppliger.

Impressionen gibt es auch auf Facebook und Instagram.

Die Gewinner*innen des Jugendprojektwettbewerb Baselland 2018:

Platz 1: Flüssiges Wasser, Kurzfilm – 2500 CHF
Platz 2: Hardwood Studios – 1500 CHF
Platz 3: Kleidertauschbörse Liestal – 750 CHF
Publikumspreis: Schwiizer Kiddies – 250 CHF

Alle Finalisten im Überblick gibt es hier.